Sonntag, 13. Juni 2010

Cholera in Mpulungu

Das hoert sich jetzt sehr dramatisch an, aber so ist es nun einmal. Wir haben eine Cholera Epidemie in Mpulungu. In den Schulen muss jeden Tag ueber die Praevention von Cholera gesprochen werden und wir hatten auch schon Besuch vom Gesundheitsministerium. Als ich am Freitag dann nach Kasama fahren wollte mussten wir erst am Stadtrand anhalten und uns mit einer speziellen Loesung die Haende waschen. Es wirkt schon alles sehr uebertrieben, aber es ist warscheinlich besser so als anders! Auch der See ist im Moment tabu, was ich sehr schade finde, da ich doch endlich mal schwimmen gehen wollte! Das haette mein Arzt in Deutschland wohl nicht gedacht, denn als ich die Impfung gegen Cholera bekommen habe, hiess es, du wirst zwar nie mit Cholera in Beruehrung kommen, aber es steht auf der Liste vom Auswaertigen Amt und schaden kann es ja nicht. Jetzt bin ich doch sehr froh, dass ich sie habe!

Ansonsten geht mein Leben in Sambia ganz normal weiter. Ich arbeite viel und bin eigentlich den ganzen Tag in der Schule, aber es macht trotzdem, oder gerade deswegen sehr viel Spass! Ich habe Ende des Monats auch schon Tests geschrieben und sogar benotet, was gar nicht so einfach war, weil die Benotung hier ganz anders ist als die Deutsche. Letztes Wochenende war ich mal wieder in Mbala und habe meine Freunde besucht, das war wieder super, obwohl der Temperaturunterschied schon krass war. In Mpulungu ist es immer heiss und im nur ca 30km entfernten Mbala ist es im Moment richtig kalt, da braucht man abends immer einen warmen Pullover und eine Jacke! Deswegen bin ich jetzt wohl auch so erkaeltet!
Dieses Wochenende bin ich in Kasama, ich habe mir die verschiedenen Projekte der KLJB in der Umgebung angeschaut und man sieht richtig wie die Carym (unsere afrikanische Partnerorganisation) waechst.

Ich kann es mir noch gar nicht vorstellen, aber in 2 Monaten bin ich schon wieder in Deutschland, deswegen versuche ich jetzt noch so viel wie moeglich zu erleben! Ich werde noch zu einem traditionellen Festival gehen, einen Kurzurlaub in Lusaka machen und mir den Copperbelt anschauen, ueber all das werde ich in den naechsten Wochen berichten.

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