Samstag, 22. Mai 2010

Rundbrief





Rundbrief Nr. 3

Nun ist mein Jahr in Sambia bald schon um, ich habe viel erlebt und hoffe, dass ich noch einiges mehr in meinen letzten Monaten erleben werde. Diese verbringe ich naemlich nicht in Mporokoso, sondern in Mpulungu, einer Stadt direkt am Tanganijka See. Hier ist es wirklich schoen, der riesige See und drumherum Berge, doch leider ist es hier trotz cold session sehr heiss. Mpulungu ist der heisseste Ort in Sambia und das spuere ich deutlich! Auch hier lebe ich in einem Konvent der Sisters of the child Jesus, doch dieser Konvent ist viel kleiner mit nur 5 Schwestern und dadurch ist die Atmosphaere auch familiaerer. Ich arbeite hier auch an einer Schule, doch die Stella Maris Convent School ist eine Privatschule mit Schuelern fuer die Vorschule und Grade 1 bis 7.
Doch bevor ich in Mpulungu neuanfangen konnte musste ich mich erst einmal von Mporokoso verabschieden. Die Planungsphase fuer meinen Wechsel hat relativ lange gedauert, so dass ich noch einige Zeit in Mporokoso an der Blindenschule gearbeitet habe, ich hatte diesmal mehr Stunden zu unterrichten, doch ich bin trotzdem nicht wirklich in die Gemeinschaft der Schule aufgenommen worden und wurde selten ueber Termine in der Schule informiert. Es lag warscheinlich daran, dass zu viel zwischen den Schwestern und mir vorgefallen ist, denn es hat sich ein sehr unterkuehltes Verhaeltnis zwischen uns eingestellt. Ich bin aber sehr froh, dass es trotzdem moeglich war einen guten Abschied zu gestalten. Der Abschied von Mporokoso viel mir schwerer als erwartet, da die Kinder der Schule mir sehr ans Herz gewachsen sind und auch sehr traurig waren, als ich ihnen verkuendet habe, dass ich gehen werde. Ich hatte eine richtige Abschiedsparty an der Schule, was mich sehr gefreut hat. Es wurde gesungen, getanzt, viel gegesssen und getrunken. Die Schueler haben Gedichte vorgetragen und Sketche aufgefuehrt. Es war ein wirklich guter Abschluss fuer meine 8 Monate an der St. Odelia School for the Blind in Mporokoso.
Nun bin ich aber sehr gluecklich in Mpulungu zu sein und die Moeglichkeit habe noch ein paar Erfahrungen an einem anderen Ort zu machen! Ich wurde auch sofort in die Arbeit an der Schule einbezogen, ich unterrichte jeweils ein Fach in Grade 2, 3, 4 und 5 und bin damit den ganzen Morgen beschaeftigt, es ist wirklich schoen, dass ich hier mit verschiedenen Altersklassen arbeiten kann. Hier in Mpulungu bin ich von morgens 7uhr bis nachmittags 16 Uhr an der Schule taetig. Nachmittags gibt es Clubs und andere Aktivitaeten. Ich bin im Sport und Drama Club und arbeite bei der Schulbibliothek mit. Da bleibt keine Zeit fuer Langeweile und das tut mir wirklich gut, nach den vielen einsamen Stunden in Mporokoso. Die Schule ist wunderschoen gelegen, auf einem Berg mit direktem Blick auf den See und die Berge, ich geniesse die Zeit hier an der Schule, die Lehrer sind alle noch sehr jung und total nett und die Kinder sind wild und munter wie Kinder sein sollen! Jeden Abend bin ich wirklich geschafft und falle nur noch ins Bett.
Leider habe ich aber noch nicht soviel von Mpulungu, ausserhalb der Schule gesehen, ich habe zwar schon einige Sachen bei meinen Joggingrunden entdeckt , aber ich bin mir sicher hier gibt es noch viel mehr zu sehen und hoffe, dass das in den naechsten Wochen moeglich ist.
Ich bin traurig, dass ich nur so kurze Zeit in Mpulungu verbringen werde, aber ich bin auch schon voller Vorfreude auf zuhause und freue mich schon sehr meine Familie und Freunde wieder zusehen!

Sambische Gruesse
Anja Mueting

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