Donnerstag, 6. Mai 2010

Abschied von Mporokoso

Es ist jetzt so weit, ich werde nach Mpulungu umziehen und dort meine letzten Monate verbringen, aber bevor ich nach Mpulungu gehen konnte, musste ich mich erstmal von Mporokoso, den Schuelern und den Schwestern verabschieden.

Die letzten Wochen in Mporokoso habe ich wirklich noch einmal genossen, dadurch dass ich wusste das ich nicht mehr lange dort sein wuerde konnte ich mit vielen Dingen viel lockerer umgehen und mir ist aufgefallen wie sehr ich mich schon an das Leben dort gewoehnt habe und dass mir Mporokoso doch ein bisschen fehlen wird.
Vorallem der Schulalltag ist ein Teil meines Lebens hier geworden und ich habe in den letzten Wochen viel Zeit in der Schule und mit den Schuelern verbracht. Dadurch dass ich nur zwei Klassen mit jeweils vier Schuelern hatte, sind mir diese Kinder echt ans Herz gewachsen und ich kenne sie ziemlich gut und sie mich natuerlich auch! Der Abschied von meinen Schuelern war schon ein bisschen traurig, sie haben mir gesagt wie traurig sie sind dass ich gehe und dass sie mich sehr vermissen werden und mir wird es nicht anders gehen!
Leider konnte ich nicht mehr alles unterrichten was ich mir vorgenommen hatte, weil wir leider oft keine Schule hatten, weil zum Beispiel die Schwaegerin eines Lehrers gestorben ist und die Schule ist 2 Tage ausgefallen, damit wir mit ihnen trauern konnten, obwohl wir die Person gar nicht kannten, weil sie aus einem anderen Ort kam. Aber so ist das hier in Sambia, die Zwischenmenschlichen Beziehungen sind wichtiger als die Arbeit, was ich eigentlich auch ganz schoen finde, aber man kommt auch nicht wirklich voran!

Mein letzter Tag in Mporokoso war noch einmal richtig schoen und auch anstrengend! Der Tag fing schon frueh an, um 6.30 Uhr wurde ich von Fr. Chushi abgeholt und wir sind zum Fluechtlingslager gefahren. Ich bin echt froh, dass ich noch einmal die Chance hatte das Camp zusehen bevor es schliesst! Da es Sonntag war, war ich dann in der Messe dort, die war schoen, wenn auch ganz anders als in Mporokoso und ich konnte leider nichts verstehen, da alles in Kisuaheli war, aber es wurde viel getanzt und gesungen, was es zu einem echten Erlebnis gemacht hat!
Nach der Messe sind wir dann weiter zu den Lumangwe Falls gefahren, dass sind die groessten Wasserfaelle im Norden von Sambia und jetzt kann ich wirklich verstehen warum sie die kleine Schwester der Victoria Faelle genannt werden. Der Wasserdruck war so stark , dass wir ordentlich nass geworden sind. Nach einem kleinen Picknic haben wir uns auf den Weg zu den Kabwelume Falls gwemacht, diese sind nur ein paar Kilometer von den Lumangwe Falls entfernt. Leider war der Weg dorthin aber noch nicht geraeumt, so dass wir direkt durch den Busch fahren mussten! Die letzten Meter mussten wir dann laufen, das war ein echtes Erlebnis, wir mussten uns durch den Busch kaempfen, einen Fluss durchqueren und dann einen steilen Abhang hinunter, aber fuer diesen Ausblick hat es sich echt gelohnt. Man stand auf einer kleinen Insel und um einen rum waren drei Wasserfaelle! Nach diesem Ausflug waren meine Sachen total durchnaesst und ich war auch ziemlich kaputt, aber ich hatte keine Zeit zum Ausruhen. Sobald ich wieder beim Konvent war musste ich gleich los zu meiner Abschiedsparty an der Schule, dort haben die Kinder fuer mich gesungen, Gedichte vorgetragen und Sketche vorgefuehrt, wir haben getanzt und viele Reden gehoert, ich musste auch eine Rede halten, obwohl ich mich nicht darauf vorbereitet hatte, aber hat ganz gut geklappt. Es gab wie immer Kuchen und Softdrinks und dannn ging die Party langsam aufs Ende zu und ich war dann auch echt froh, als ich in meinem Bett lag!
Nun bin ich in Kasama, treffe Freund und kaufe ein bisschen ein und morgen geht es dann nach Mpulungu!

Ich werde dann ueber meinen Neuanfang berichten!

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