Mittwoch, 14. April 2010

Osterferien

Auch ich habe wie jeder andere im Moment Osterferien und ich habe sie genutzt. Nachdem ich nach meiner Reise nach Mporokoso zurueckgekehrt bin, bin ich gleich wieder voll in mein Leben dort eingestiegen. Ich unterrichte jetzt 6 Faecher, SDS (social development studies), CTS (creative technology studies) und Science in Grade 5 und 6. Das sind 18 Stunden in der Woche, die meinen Tag zwar nicht ganz ausfuellen koennen, aber mich einigermassen beschaeftigen! Ansonsten gehe ich jetzt jeden Morgen joggen, was auch noch nach ein paar Wochen jede Menge Blicke auf sich zieht, da die Menschen hier sich nur bewegen, wenn sie irgendwo hin muessen und nicht verstehen warum ich einfach zum Spass laufe, aber ich merke das es mir gut tut und deswegen werde ich weitermachen. Ich war jetzt einen Monat in Mporokoso und musste leider einige meiner Freunde verabschieden, die tschechische Freiwillige, die zu einer guten Freundin geworden ist, ist vor ca. einem Monat zurueckgeflogen und die Familie mit dem deutschen Mann, der japanischen Frau und dem kleinen Sohn sind jetzt auch umgezogen, da das Refugeecamp geschlossen wird und so die UNHCR nicht mehr in Mporokoso stationiert ist. So war es fuer mich auch an der Zeit mal wieder aus Mporokoso raus zukommen und etwas anderes zu sehen.
Ich bin die letzte Woche mit Father John aus Mporokoso herum gereist, ich habe mir die Kalambo Falls (die 2.tiefsten in Afrika) und das Moto Moto Museum in Mbala angeschaut und sogar ein Stueck deutsche Geschichte konnte ich dort finden, dass Lettow-Vorbeck Denkmal,

Bild: Paul Emil von Lettow-Vorbeck

dieses zeigt die Stelle an an der die Deutschen die Waffen im ersten Weltkrieg niederlegen mussten, obwohl sie dort nie eine Schlacht verloren haben. Mbala ist eine schoene Kleinstadt mit sehr angenehmen Klima. Dann haben wir uns auch noch Mpulungu angeschaut, der Ort an dem ich meine letzten 3 Monate in Zambia verbringen werde, ich werde dort im Konvent wohnen und an der Stella Maris Privatschule arbeiten. Mpulungu ist ganz anders als das milde Mbala, es ist heiss, da es direkt am Lake Tanganijka liegt. Der See ist echt wunderschoen umgeben von Bergen, die ich in Mporokoso doch sehr vermisse. Gluecklicherweise liegt die Schule und der Konvent auf einem Berg, so dass die Hitze ertraeglich ist und man einen genialen Blick ueber Mpulungu hat. Ich freue mich schon sehr auf den Wechsel, denn in Mpulungu gibt es viele Aktivitaeten, dort wird es mir bestimmt nicht so schnell langweilig! Ich habe sogar schon nach einer Woche einige Freunde in Mbala und Mpulungu gefunden, was mir zeigt, dass es nicht nur an mir liegt, dass ich so wenige Kontakte in Mporokoso habe, sondern vorallem an den Leuten dort!

Achja es war ja auch noch Ostern, aber ich muss gestehen, dass ich dieses Osterfest gar nicht so sehr gefeiert habe. Ich habe mich zwar eigentlich sehr gut auf Ostern vorbereitet indem ich gefastet habe, was selbst die Nonnen hier in Sambia nicht kennen, aber als es dann so weit war sass ich zwar viel in der Kirche ( in 3 Tagen ca. 12 Stunden), aber ein richtiges Osterfeeling hatte ich nicht. Mir haben die typisch deutschen Traditionen und natuerlich meine Familie gefehlt und so ging Ostern auch sehr schnell vorbei!


Mir faellt im Moment sehr deutlich auf wie schnell die Zeit vergeht! Es sind nicht einmal mehr 4 Monate bis zu meiner Rueckreise und ich will noch so viel erleben. In den ersten Monaten dachte ich die Zeit geht nie um und jetzt frage ich mich wo die Zeit geblieben ist! Aber ich versuche jeden Augenblick zu geniessen und das beste aus der verbleibenen Zeit zu machen!

Ich hoffe alle in Deutschland konnten Ostern ein bisschen mehr geniessen und freu mich schon darauf in 4 Monaten alle wieder zusehen!

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