Mittwoch, 27. Januar 2010

Jetzt ist das neue Jehr schon einige Wochen alt und ich bin nach einer schoenen Zeit im Sueden wieder in Mporokoso angekommen.

In der suessesten Stadt Sambias, in Mazabuka war es wirklich schoen. Ich habe es genossen die anderen deutschen Freiwilligen nach fast einem halben Jahr wieder zusehen. Man kann jetzt schon erkennen, dass wir uns veraendert haben, seit unserer gemeinsamen Zeit beim Vorbereitungssemina. Doch das Leben der Freiwilligen im Sueden ist ein ganz anderes als mein Leben in Mporokoso.
Der Sueden des Landes ist viel besser entwickelt, vorallem durch die Hauptstadt und die Victoria Faelle in der Naehe. Die Menschen dort sind es gewohnt oft weisse Touristen zusehen und koennen alle Englisch, was im Norden leider immernoch die Ausnahme ist! Die Maedels dort leben nicht, wie ich in einem Kloster, sondern in Gastfamilien, was ihnen die Moeglichkeit gibt ganz leicht Kontakte zu den Einheimischen zubekommen und Freunde zufinden, worum ich sie sehr beneide, da ich durch mein Leben im Konvent immernoch etwas isoliert bin.
Sie arbeiten in Kliniken und Vorschulen, aber das wird bei ihnen, genau wie bei mir nicht so ernst genommen, am meisten zaehlen die menschlichen Beziehungen! Ich habe allerdings das Gefuehl, dass die Freiwilligen dort sich schon besser eingelebt haben und auch wohler fuehlen, was vielleicht auf das enge Familienleben zurueckzufuehren ist.

Nachdem ich das Freiwilligenleben, der anderen gesehen habe, bin ich sehr motiviert zurueck nach Mporokoso gekommen. Ich wollte alles veraendern und so mein Leben dort verbessern, nur leider habe ich die Schwestern dabei nicht bedacht, denn diese sind sehr zufrieden mit der Situation und wuerden am Liebsten gar nichts aendern.
Also habe ich mich in den zwei Wochen, die jetzt in Mporokoso verbracht habe mal wieder selbst beschaeftigt und bin mit meiner tschechischen Freundin zu den Supportgroups gegangen und habe einen Informationstag ueber HIV und AIDS vorbereitet, das gefiel den Schwestern leider gar nicht, weil sie nicht wollen, dass ich mich zu sehr fuer andere Projekte einsetze. Wir hatten eine lange Diskussion, wobei ich versucht habe meine Beweggruende zu erlaeutern, dass ich momentan sehr gelangweilt bin und mir einfach eine Beschaeftigung gesucht habe, das hat die Schwestern leider noch mehr veraergert, so dass wir jetzt in einer Sackgasse stecken. Die Schwestern sind nicht zufrieden mit meiner Lebensweise und ich bin gelangweilt und einsam durch mein Leben im Konvent. Nun muessen wir einen Weg aus dieser Misaere finden, was sich sehr schwierig gestaltet und ich ueberlege vielleicht die Stelle zuwechseln.
Aber naechste Woche geht es erst einmal nach Tansania zum Zwischenseminar, wo ich meine Zeit in Sambia reflektieren kann und eine Loesung finden kann. Ich freue mich schon sehr, vorallem weil ich dort ein paar bekannte Gesichter wiedersehen werde und danach noch einen ordentlichen Urlaub mit Safari und vielem mehr machen werde.

Ich werde ueber alle Neuigkeiten berichten.

sonnige Gruesse an das winterliche Deutschland!
Anja

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