Freitag, 6. November 2009

langsam eingelebt

Jetzt bin ich schon seit fast 3 Monaten in Mporokoso und habe mich langsam eingelebt. Ich unterrichte jetzt Englisch und SDS (social development studies), das ist ungefaehr wie Sachkunde bei uns in Deutschland, in Grade 5, ich mag die Arbeit sehr und es gibt fast keine Sprachprobleme. Meine Klasse besteht aus nur 4 Schueler, was aber an dieser schule ganz normal ist, so kann man sich jedem Schueler widmen. Zwei meiner vier Schueler sind Albinos, an unserer Schule sind fast die Haelfte der Schueler Albinos, diese sind in Mporokoso akzeptiert und in die Gemeinschaft miteinbezogen.
Ich lerne auch weiterhin Braille, so heisst die Blindenschrift auf Englisch und ich bin schon besser als einige Schwestern. Im Moment versuche ich mir selbst Bemba beizubringen, weil es den Leuten hier schwerfaellt Bemba zuunterichten, da es fuer sie normal ist, dass jeder Bemba sprechen kann. Das ist ganz schoen schwierig, weil die Aussprache und die Grammatik ganz anders sind, als die Sprachen, die ich bis jetzt gelernt habe.
Das Leben hier im Konvent ist nicht immer einfach, dadurch dass man sich besser kennenlernt werden auch kulturelle Unterschiede deutlich, die manchmal zu Konflikten fuehren, aber ich denke, dass die Schwestern und ich uns in einiger Zeit aneinander gewoehnen werden.
In den letzten Wochen hatte ich einige Probleme mit meinem Visum, dadurch dass ich nur ein dreimonatiges Visum habe, welches alle 30 Tage neuabgestempelt werden muss, musste ich oft nach Kasama reisen, dafuer nutzze ich meistens den Bus und dieser braucht ca. 4 bis 5 Stunden fuer die 175km, da die strasse sehr schlecht ist. Die Reise ist kein vergnuegen, aber ich freue mich immer wenn ich in Kasama bin, denn dort lebe ich bei zwei anderen Freiwiiligen der KLJB, die aber leider schon im Dezember zurueck nach Deutschland gehen und in Kasama gibt es einen Shoprite, in dem man alles kaufen kann was man braucht, von der Schokolade bis zum Shampoo.
Da nun mein Visum ablaeuft, warte ich auch meine Arbeitserlaubnis, da die Sambianer aber sehr langsam arbeiten, ist diese immernoch nicht fertig und ich hatte die Sorge, dass ich ausreisen muss, doch ich bekomme ein Schreiben, welches meine arbeitserlaubnis ersetzt, bis diese fertiggestellt ist.
Ich verstehe langsam die sambische Lebensweise, alles geht sehr langsam, aber am Ende klappt dann doch alles!
Bemba-Gruesse
Anja

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