Donnerstag, 5. August 2010

die letzten Tage

So nun ist es bald soweit, ich kehre zurueck nach Deutschland!
Natuerlich freue ich mich schon sehr, obwohl ich nicht ganz weiss was mich erwartet und wie gut ich mit dem neuen-alten Leben klar komme!

Der endgueltige Abschied rueckt jetzt immer naeher und ich habe auch schon viele kleine Abschiede hinter mir. Ich habe mich von Mpulungu, der Schule, den Schwestern und meinen Frenden verabschiedet, das viel mir wirklich nicht leicht, doch es musste sein. Dann war ich noch einmal in Mporokoso, dieser Besuch war eine grosse Enttaeuschung. Ich hatte zwar eine gute Zeit mit den deutschen Besuchern, doch sobald diese abgereist waren, war wieder alles beim Alten und ich war froh, dass ich wieder fahren konnte!
Ich habe mich auch schon von meinen Freunden in Kasama verabschiedet und war die letzten Tage in Solwezi. Sowezi ist eine Stadt im Nordwesten des Landes und ist ziemlich gut entwickelt, da dort Kupferminen betrieben werden. Dort habe ich einige Tage mit Freunden verbracht und deren alltaeglichen Luxus genossen, heisse Dusche, Waschmaschine...
Leider ist auf meiner Reise mein Gepaeck verloren gegangen, so dass ich in Solwezi wirklich nur das hatte was ich am Leibe trug. Aber es hat auch so geklappt und ich hatte viel Spass. Ueberraschenderweise habe ich wirklich mein Gepaeck wieder bekommen! Da sieht man mal wieder wie ehrich und hilfsbereit die Menschen in Sambia sind, das werde ich wirklich vermissen und natuerich noch so viel mehr, was mir jetzt warscheinlich noch gar nicht in den Sinn kommt!

Jetzt fahre ich auch schon bald nach Lusaka verbringe dort meine letzten Tage mit anderen Freiwilligen und am Dienstag sitze ich dann schon im Flieger richtng Heimat!

Mittwoch, 7. Juli 2010

der letzte Monat

Ich kann es noch gar nicht glauben, aber in ca. einem Monat bin ich schon wieder in Deutschland, darauf freue ich mich natuerlich sehr, aber ich bin auch schon ein bisschen traurig, Sambia und meine Freunde zurueck lassen zu muessen.

Ich bin in meinen letzten Wochen aber noch viel unterwegs, es gibt noch soviel zu sehen und zu erleben! Ich war vor zwei Wochen in Mbala bei einer traditional ceremony, das war schon interessant, aber ich hatte mir doch ein bisschen mehr darunter vorgestellt. Es ging hauptsaechlich um den Verkauf von Waren und nicht so sehr um die sambische Kultur.
Dieses Wochenende war ich dann in Chipata, einer Stadt im Osten von Sambia. die Fahrt war ziemlich anstrengend, weil ich erst 18 Stunden von Mpulungu nach Lusaka fahren musste und dann noch einmal 8 Stunden im Bus nach Chipata sitzen musste, aber es hat sich gelohnt. Ich habe dort viele andere deutsche Freiwillige getroffen, wir waren wandern und abends auch mal in Clubs. Leider waren die beruehmten Tchitengeshop, aufgrund der Feiertage geschlossen. Wir hatten am Montag und die Dienstag zwei Feiertage, Heros Day und Unity Day, die Bedeutung dieser Tage weiss fast niemand, das sind alles noch Ueberbleibsel der sozialistischen Zeit in Sambia, aber so konnte ich wenigstens noch ein bisschen reisen.

Ich freue mich, aber auch schon wieder auf Mpulungu, dort werde ich jetzt nur noch 2 Wochen arbeiten und deswegen geniesse ich jeden Tag den ich dort vrbringe! Ich habe viele Freunde und fuehle mich richtig zuhause, mir wird es wirklich schwer fallen, dass alles hinter mir zu lassen, aber ich freue mich auch schon sehr auf zuhause!

Im Moment haben wir auch noch viele Aktionen in der Schule, am Freitag hatten wir sportsday, das ist so etwas wie ein Sportfest mit verschiedenen Wettkaempfen, ich war als Teil des Sportclubs fuer die ganze Organisation zustaendig, aber bei dieser Gelegenheit hat man wieder deutlich gemerkt, dass ich nicht sambisch bin. Ich wollte alles genau planen und natuerlich dann auch so durchfuehren, aber das hat mal wieder nicht geklappt. Wir haben 2 Stunden spaeter angefangen als geplant, weil vergessen wurde die Zelte aufzubauen und dann musssten die ganzen Aktionen umgestellt werden und im Endeffekt war es ein riesen Chaos!
Bald haben wir dann auch einen Tag der offenen Tuer und ich bin sehr gespannt wie es dann laeuft! die Kinder werden verschiedene Sachen vorfuehren, deswegen muss ich jetzt auch noch etwas mit dem Theaterclub vorbereiten, aber das ist hier gar nicht so einfach, weil die Menschen hier ein anderes Verstaendnis von Theater haben, aber ich lasse mir schon etwas einfallen!

Sonntag, 13. Juni 2010

Cholera in Mpulungu

Das hoert sich jetzt sehr dramatisch an, aber so ist es nun einmal. Wir haben eine Cholera Epidemie in Mpulungu. In den Schulen muss jeden Tag ueber die Praevention von Cholera gesprochen werden und wir hatten auch schon Besuch vom Gesundheitsministerium. Als ich am Freitag dann nach Kasama fahren wollte mussten wir erst am Stadtrand anhalten und uns mit einer speziellen Loesung die Haende waschen. Es wirkt schon alles sehr uebertrieben, aber es ist warscheinlich besser so als anders! Auch der See ist im Moment tabu, was ich sehr schade finde, da ich doch endlich mal schwimmen gehen wollte! Das haette mein Arzt in Deutschland wohl nicht gedacht, denn als ich die Impfung gegen Cholera bekommen habe, hiess es, du wirst zwar nie mit Cholera in Beruehrung kommen, aber es steht auf der Liste vom Auswaertigen Amt und schaden kann es ja nicht. Jetzt bin ich doch sehr froh, dass ich sie habe!

Ansonsten geht mein Leben in Sambia ganz normal weiter. Ich arbeite viel und bin eigentlich den ganzen Tag in der Schule, aber es macht trotzdem, oder gerade deswegen sehr viel Spass! Ich habe Ende des Monats auch schon Tests geschrieben und sogar benotet, was gar nicht so einfach war, weil die Benotung hier ganz anders ist als die Deutsche. Letztes Wochenende war ich mal wieder in Mbala und habe meine Freunde besucht, das war wieder super, obwohl der Temperaturunterschied schon krass war. In Mpulungu ist es immer heiss und im nur ca 30km entfernten Mbala ist es im Moment richtig kalt, da braucht man abends immer einen warmen Pullover und eine Jacke! Deswegen bin ich jetzt wohl auch so erkaeltet!
Dieses Wochenende bin ich in Kasama, ich habe mir die verschiedenen Projekte der KLJB in der Umgebung angeschaut und man sieht richtig wie die Carym (unsere afrikanische Partnerorganisation) waechst.

Ich kann es mir noch gar nicht vorstellen, aber in 2 Monaten bin ich schon wieder in Deutschland, deswegen versuche ich jetzt noch so viel wie moeglich zu erleben! Ich werde noch zu einem traditionellen Festival gehen, einen Kurzurlaub in Lusaka machen und mir den Copperbelt anschauen, ueber all das werde ich in den naechsten Wochen berichten.

Samstag, 22. Mai 2010

Rundbrief





Rundbrief Nr. 3

Nun ist mein Jahr in Sambia bald schon um, ich habe viel erlebt und hoffe, dass ich noch einiges mehr in meinen letzten Monaten erleben werde. Diese verbringe ich naemlich nicht in Mporokoso, sondern in Mpulungu, einer Stadt direkt am Tanganijka See. Hier ist es wirklich schoen, der riesige See und drumherum Berge, doch leider ist es hier trotz cold session sehr heiss. Mpulungu ist der heisseste Ort in Sambia und das spuere ich deutlich! Auch hier lebe ich in einem Konvent der Sisters of the child Jesus, doch dieser Konvent ist viel kleiner mit nur 5 Schwestern und dadurch ist die Atmosphaere auch familiaerer. Ich arbeite hier auch an einer Schule, doch die Stella Maris Convent School ist eine Privatschule mit Schuelern fuer die Vorschule und Grade 1 bis 7.
Doch bevor ich in Mpulungu neuanfangen konnte musste ich mich erst einmal von Mporokoso verabschieden. Die Planungsphase fuer meinen Wechsel hat relativ lange gedauert, so dass ich noch einige Zeit in Mporokoso an der Blindenschule gearbeitet habe, ich hatte diesmal mehr Stunden zu unterrichten, doch ich bin trotzdem nicht wirklich in die Gemeinschaft der Schule aufgenommen worden und wurde selten ueber Termine in der Schule informiert. Es lag warscheinlich daran, dass zu viel zwischen den Schwestern und mir vorgefallen ist, denn es hat sich ein sehr unterkuehltes Verhaeltnis zwischen uns eingestellt. Ich bin aber sehr froh, dass es trotzdem moeglich war einen guten Abschied zu gestalten. Der Abschied von Mporokoso viel mir schwerer als erwartet, da die Kinder der Schule mir sehr ans Herz gewachsen sind und auch sehr traurig waren, als ich ihnen verkuendet habe, dass ich gehen werde. Ich hatte eine richtige Abschiedsparty an der Schule, was mich sehr gefreut hat. Es wurde gesungen, getanzt, viel gegesssen und getrunken. Die Schueler haben Gedichte vorgetragen und Sketche aufgefuehrt. Es war ein wirklich guter Abschluss fuer meine 8 Monate an der St. Odelia School for the Blind in Mporokoso.
Nun bin ich aber sehr gluecklich in Mpulungu zu sein und die Moeglichkeit habe noch ein paar Erfahrungen an einem anderen Ort zu machen! Ich wurde auch sofort in die Arbeit an der Schule einbezogen, ich unterrichte jeweils ein Fach in Grade 2, 3, 4 und 5 und bin damit den ganzen Morgen beschaeftigt, es ist wirklich schoen, dass ich hier mit verschiedenen Altersklassen arbeiten kann. Hier in Mpulungu bin ich von morgens 7uhr bis nachmittags 16 Uhr an der Schule taetig. Nachmittags gibt es Clubs und andere Aktivitaeten. Ich bin im Sport und Drama Club und arbeite bei der Schulbibliothek mit. Da bleibt keine Zeit fuer Langeweile und das tut mir wirklich gut, nach den vielen einsamen Stunden in Mporokoso. Die Schule ist wunderschoen gelegen, auf einem Berg mit direktem Blick auf den See und die Berge, ich geniesse die Zeit hier an der Schule, die Lehrer sind alle noch sehr jung und total nett und die Kinder sind wild und munter wie Kinder sein sollen! Jeden Abend bin ich wirklich geschafft und falle nur noch ins Bett.
Leider habe ich aber noch nicht soviel von Mpulungu, ausserhalb der Schule gesehen, ich habe zwar schon einige Sachen bei meinen Joggingrunden entdeckt , aber ich bin mir sicher hier gibt es noch viel mehr zu sehen und hoffe, dass das in den naechsten Wochen moeglich ist.
Ich bin traurig, dass ich nur so kurze Zeit in Mpulungu verbringen werde, aber ich bin auch schon voller Vorfreude auf zuhause und freue mich schon sehr meine Familie und Freunde wieder zusehen!

Sambische Gruesse
Anja Mueting

Ankunft in Mpulungu
















Nach einer relativ angenehmen Fahrt, auf einer richtigen Strasse, bin ich vor 2 Wochen in Mpulungu ngekommen und das erste das mir aufgefallen ist, war die Hitze. Obwohl es nun eigentlich die cold session ist, ist es in Mpulungu unglaublich heiss, aber nun habe ich mich langsam daran gewoehnt und freu mich auf die Zeit, wo die Menschen in anderen Teilen des Landes frieren und ich habe es angenehm warm! Gleich danach ist mir mal wieder die wunderschoene Aussicht aufgefallen, mit dem See und den Bergen, diese geniesse ich nun jeden Morgen beim Joggen, das ist echt ein Erlebnis, wenn die Berge beim Sonnenaufgang rot gluehen!
Ich wuerde gleich nach meiner Ankunft in die Arbeit an der Schule einbezogen worden und bin nun den ganzen Tag beschaeftigt! Ich unterrichte in Grade 2, 3, 4 und 5, so habe ich ganz verschiedene Atersklassen, was ich echt schoen finde, dann bin ich noch im Sport und Drama Club, so dass ich auch nachmittags an der Schule beschaeftigt bin. So bleibt keine Zeit fuer Langeweile, dass ist echt schoen, aber leider hatte ich auch noch keine Zeit um Mpulungu zu erkunden. Ich war zwar schon mit Beatrice, unserer Sekretaerin unterwegs und mit den Schwestern auf dem secondhand Markt, doch in Mpulungu gibt es noch viel mehr zu entdecken. Ich habe es auch noch nicht geschafft im See schwimmen zu gehen, aber das steht ganz oben auf meiner Liste!

Also mir geht es in Mpulungu wirklich gut und die Zeit rennt mir davon, aber ich geniesse jeden Tag!

Donnerstag, 6. Mai 2010

Abschied von Mporokoso

Es ist jetzt so weit, ich werde nach Mpulungu umziehen und dort meine letzten Monate verbringen, aber bevor ich nach Mpulungu gehen konnte, musste ich mich erstmal von Mporokoso, den Schuelern und den Schwestern verabschieden.

Die letzten Wochen in Mporokoso habe ich wirklich noch einmal genossen, dadurch dass ich wusste das ich nicht mehr lange dort sein wuerde konnte ich mit vielen Dingen viel lockerer umgehen und mir ist aufgefallen wie sehr ich mich schon an das Leben dort gewoehnt habe und dass mir Mporokoso doch ein bisschen fehlen wird.
Vorallem der Schulalltag ist ein Teil meines Lebens hier geworden und ich habe in den letzten Wochen viel Zeit in der Schule und mit den Schuelern verbracht. Dadurch dass ich nur zwei Klassen mit jeweils vier Schuelern hatte, sind mir diese Kinder echt ans Herz gewachsen und ich kenne sie ziemlich gut und sie mich natuerlich auch! Der Abschied von meinen Schuelern war schon ein bisschen traurig, sie haben mir gesagt wie traurig sie sind dass ich gehe und dass sie mich sehr vermissen werden und mir wird es nicht anders gehen!
Leider konnte ich nicht mehr alles unterrichten was ich mir vorgenommen hatte, weil wir leider oft keine Schule hatten, weil zum Beispiel die Schwaegerin eines Lehrers gestorben ist und die Schule ist 2 Tage ausgefallen, damit wir mit ihnen trauern konnten, obwohl wir die Person gar nicht kannten, weil sie aus einem anderen Ort kam. Aber so ist das hier in Sambia, die Zwischenmenschlichen Beziehungen sind wichtiger als die Arbeit, was ich eigentlich auch ganz schoen finde, aber man kommt auch nicht wirklich voran!

Mein letzter Tag in Mporokoso war noch einmal richtig schoen und auch anstrengend! Der Tag fing schon frueh an, um 6.30 Uhr wurde ich von Fr. Chushi abgeholt und wir sind zum Fluechtlingslager gefahren. Ich bin echt froh, dass ich noch einmal die Chance hatte das Camp zusehen bevor es schliesst! Da es Sonntag war, war ich dann in der Messe dort, die war schoen, wenn auch ganz anders als in Mporokoso und ich konnte leider nichts verstehen, da alles in Kisuaheli war, aber es wurde viel getanzt und gesungen, was es zu einem echten Erlebnis gemacht hat!
Nach der Messe sind wir dann weiter zu den Lumangwe Falls gefahren, dass sind die groessten Wasserfaelle im Norden von Sambia und jetzt kann ich wirklich verstehen warum sie die kleine Schwester der Victoria Faelle genannt werden. Der Wasserdruck war so stark , dass wir ordentlich nass geworden sind. Nach einem kleinen Picknic haben wir uns auf den Weg zu den Kabwelume Falls gwemacht, diese sind nur ein paar Kilometer von den Lumangwe Falls entfernt. Leider war der Weg dorthin aber noch nicht geraeumt, so dass wir direkt durch den Busch fahren mussten! Die letzten Meter mussten wir dann laufen, das war ein echtes Erlebnis, wir mussten uns durch den Busch kaempfen, einen Fluss durchqueren und dann einen steilen Abhang hinunter, aber fuer diesen Ausblick hat es sich echt gelohnt. Man stand auf einer kleinen Insel und um einen rum waren drei Wasserfaelle! Nach diesem Ausflug waren meine Sachen total durchnaesst und ich war auch ziemlich kaputt, aber ich hatte keine Zeit zum Ausruhen. Sobald ich wieder beim Konvent war musste ich gleich los zu meiner Abschiedsparty an der Schule, dort haben die Kinder fuer mich gesungen, Gedichte vorgetragen und Sketche vorgefuehrt, wir haben getanzt und viele Reden gehoert, ich musste auch eine Rede halten, obwohl ich mich nicht darauf vorbereitet hatte, aber hat ganz gut geklappt. Es gab wie immer Kuchen und Softdrinks und dannn ging die Party langsam aufs Ende zu und ich war dann auch echt froh, als ich in meinem Bett lag!
Nun bin ich in Kasama, treffe Freund und kaufe ein bisschen ein und morgen geht es dann nach Mpulungu!

Ich werde dann ueber meinen Neuanfang berichten!

Mittwoch, 14. April 2010

Osterferien

Auch ich habe wie jeder andere im Moment Osterferien und ich habe sie genutzt. Nachdem ich nach meiner Reise nach Mporokoso zurueckgekehrt bin, bin ich gleich wieder voll in mein Leben dort eingestiegen. Ich unterrichte jetzt 6 Faecher, SDS (social development studies), CTS (creative technology studies) und Science in Grade 5 und 6. Das sind 18 Stunden in der Woche, die meinen Tag zwar nicht ganz ausfuellen koennen, aber mich einigermassen beschaeftigen! Ansonsten gehe ich jetzt jeden Morgen joggen, was auch noch nach ein paar Wochen jede Menge Blicke auf sich zieht, da die Menschen hier sich nur bewegen, wenn sie irgendwo hin muessen und nicht verstehen warum ich einfach zum Spass laufe, aber ich merke das es mir gut tut und deswegen werde ich weitermachen. Ich war jetzt einen Monat in Mporokoso und musste leider einige meiner Freunde verabschieden, die tschechische Freiwillige, die zu einer guten Freundin geworden ist, ist vor ca. einem Monat zurueckgeflogen und die Familie mit dem deutschen Mann, der japanischen Frau und dem kleinen Sohn sind jetzt auch umgezogen, da das Refugeecamp geschlossen wird und so die UNHCR nicht mehr in Mporokoso stationiert ist. So war es fuer mich auch an der Zeit mal wieder aus Mporokoso raus zukommen und etwas anderes zu sehen.
Ich bin die letzte Woche mit Father John aus Mporokoso herum gereist, ich habe mir die Kalambo Falls (die 2.tiefsten in Afrika) und das Moto Moto Museum in Mbala angeschaut und sogar ein Stueck deutsche Geschichte konnte ich dort finden, dass Lettow-Vorbeck Denkmal,

Bild: Paul Emil von Lettow-Vorbeck

dieses zeigt die Stelle an an der die Deutschen die Waffen im ersten Weltkrieg niederlegen mussten, obwohl sie dort nie eine Schlacht verloren haben. Mbala ist eine schoene Kleinstadt mit sehr angenehmen Klima. Dann haben wir uns auch noch Mpulungu angeschaut, der Ort an dem ich meine letzten 3 Monate in Zambia verbringen werde, ich werde dort im Konvent wohnen und an der Stella Maris Privatschule arbeiten. Mpulungu ist ganz anders als das milde Mbala, es ist heiss, da es direkt am Lake Tanganijka liegt. Der See ist echt wunderschoen umgeben von Bergen, die ich in Mporokoso doch sehr vermisse. Gluecklicherweise liegt die Schule und der Konvent auf einem Berg, so dass die Hitze ertraeglich ist und man einen genialen Blick ueber Mpulungu hat. Ich freue mich schon sehr auf den Wechsel, denn in Mpulungu gibt es viele Aktivitaeten, dort wird es mir bestimmt nicht so schnell langweilig! Ich habe sogar schon nach einer Woche einige Freunde in Mbala und Mpulungu gefunden, was mir zeigt, dass es nicht nur an mir liegt, dass ich so wenige Kontakte in Mporokoso habe, sondern vorallem an den Leuten dort!

Achja es war ja auch noch Ostern, aber ich muss gestehen, dass ich dieses Osterfest gar nicht so sehr gefeiert habe. Ich habe mich zwar eigentlich sehr gut auf Ostern vorbereitet indem ich gefastet habe, was selbst die Nonnen hier in Sambia nicht kennen, aber als es dann so weit war sass ich zwar viel in der Kirche ( in 3 Tagen ca. 12 Stunden), aber ein richtiges Osterfeeling hatte ich nicht. Mir haben die typisch deutschen Traditionen und natuerlich meine Familie gefehlt und so ging Ostern auch sehr schnell vorbei!


Mir faellt im Moment sehr deutlich auf wie schnell die Zeit vergeht! Es sind nicht einmal mehr 4 Monate bis zu meiner Rueckreise und ich will noch so viel erleben. In den ersten Monaten dachte ich die Zeit geht nie um und jetzt frage ich mich wo die Zeit geblieben ist! Aber ich versuche jeden Augenblick zu geniessen und das beste aus der verbleibenen Zeit zu machen!

Ich hoffe alle in Deutschland konnten Ostern ein bisschen mehr geniessen und freu mich schon darauf in 4 Monaten alle wieder zusehen!